Antisemitismus heute – Debatten in Berlin

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Die Diskussion um Antisemitismus und seine Erforschung ist kompliziert in Deutschland. Den einen ist die Debatte zu undifferenziert, den anderen zu sehr auf bestimmte Teilaspekte fokussiert, wieder anderen viel zu weit gefasst.
Jüngst veröffentlichten Peter Ullrich und Michael Kohlstruck vom Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin die Studie »Antisemitismus als Problem und Symbol« und lösten eine Kontroverse aus. Unter anderem ihre Unterscheidung zwischen antisemitischen und antiisraelischen Vorkomnissen führte zum offenen Streit in der Szene, die sich gegen Antisemistismus und antiisraelischen Parolen engagiert.

Es ist also wichtig einige grundsätzliche Fragen zu klären: Was bedeutet Antisemitismus? Wer spricht darüber und wie? Oder ganz konkret: Wann sind Pro-Gaza­ Demonstrationen antisemitisch ­ und wann nicht?

Diese und weitere Fragen werden wir mit Peter Ullrich besprechen.

Datum: Donnerstag, 26. November, 19 Uhr
Ort: Neuköllner Leuchtturm (Emserstr. 117, Berlin-­Neukölln)

Vortrag: Dr. Dr. Peter Ullrich (TU Berlin)
Moderation: Sultan Doughan, Kulturanthropologin (UC Berkeley)
Begrüßung: Armin Langer (Koordinator der Salaam­Schalom Initiative).

Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung ist Teil der Aktionswochen gegen Antisemitismus.

In Kooperation mit der Neuköllner Bürgerstiftung.

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2 Antworten zu Antisemitismus heute – Debatten in Berlin

  1. Bernd Ebert schreibt:

    Peter Ullrich und sein Institut sind mir im letzten Jahr nicht unbedingt positiv aufgefallen, gehörten meine Begleitung und ich doch zufällig zu denen, die vor dem Brandenburger Tor wegen der Teilnahme an einer Studie zu den Montagsmahnwachen angesprochen wurden, wir den Fragebogen dann später online ausgefüllt haben.

    Was mir an den Fragen in Summe und (erkennbarer) Penetranz unangenehm aufstieß, das war dieser beinahe suggestiv-hibbelige, implizite wie explizite Tenor bzw. Bezug auf “Jüdisches”. So nach dem Motto: “Es sollte doch gelingen diese Neurechten zu entlarven, Godwin’s Law geht immer…”

    Wenn nun aktuell von einer „Unterscheidung zwischen antisemitischen und antiisraelischen Vorkomnissen“ gesprochen wird, so tangiert, konterkariert dies natürlich deutlich das bisher hochgehaltene (antideutsche) Mantra, dass jede Israelkritik gleichzeitig Antisemitismus sei, man die sog. Doppelten Standards immer nur dann beklagt bzw. einfordert, wenn es denn gerade passt.

    Ein Grund, nach dem kompletten Lesen dieser Studie dann vielleicht doch den (aktuellen) Thesen der Herrn Ullrich&Co. am Donnerstag näher zu treten.

    Gruß, Bernd

  2. Bernd Ebert schreibt:

    Guten Tag,

    habe meinen Eindruck zu dieser Thematik, der Studie und ihrem Verfasser in einem kleinen Blogbeitrag zusammen gefasst.

    Bei Interesse ist das hier nachzulesen: http://www.termiten.net/node/315

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