„Wir sind Deutschland“ – Kundgebung für Chancengleichheit [Fotos]

Fotos von unserer Kundgebung „Wir sind Deutschland“ (c) 2015 Ömer Sefa Baysal

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„Wir sind Deutschland“ – Kundgebung für Chancengleichheit

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Die Neuköllner Salaam-Schalom Initiative organisiert mit Unterstützung von mehreren Gemeinden, Vereinen und Organisationen am 14. Juli um 18:30 Uhr vor dem Rathaus Neukölln eine Kundgebung unter dem Motto „Wir sind Deutschland“. Wir fordern Chancengleichheit, die Frauen jeder Herkunft, aller kulturellen Hintergründe gleichermaßen Zugang zu öffentlichen Ämtern gewährt. Frauen, die in Deutschland Kopftuch tragen, sehen sich täglich struktureller und institutioneller Diskriminierung ausgesetzt.

Wir, die Unterzeichnenden möchten alle Frauen, ob mit oder ohne Kopfbedeckung, unterstützen: Kopftücher sind ebenso wie Hochsteckfrisuren, Kippot oder Hüte ein Teil von Neukölln, ein Teil Deutschlands. Wir repräsentieren diesen Bezirk und dieses Land, und fordern das Recht ein, diese Repräsentation auch (und gerade) in öffentlichen Ämtern wahrnehmen zu können.

Mit dieser Demonstration solidarisieren wir uns mit Frauen, die sich stellvertretend für uns alle für Chancengleichheit und gegen Diskriminierung in Deutschland einsetzen. Wir wollen unsere Stimme für ein offenes, inklusives Neukölln, Berlin und Deutschland erheben. Wir sind Deutschland.

Die Unterzeichnenden:

Falls Ihr oder Eure Initiative, Gemeinde, Organisation, Verein die Demo unterstützen wollt, bitte meldet Euch bei den Organisatoren unter salaam.schalom.initiative@gmail.com.

Wir sind Deutschland – Demo vor dem Rathaus Neukölln

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Seit Jahren wird Neukölln von Bezirksbürgermeistern repräsentiert, die aus ihrer ideologischen Opposition gegen das (muslimische) Kopftuch keinen Hehl machen – in einem Stadtteil, in dem eine große Anzahl muslimischer Frauen ein Kopftuch tragen.

Mediale Hetze, paternalistische und bevormundende Deutungen, institutionelle und „wohlgemeinte“ Diskriminierung vermischen sich hier zu einem Klima, in dem muslimische Frauen gar keine andere Wahl haben, als sich als Bürgerinnen zweiter Klasse zu sehen. Noch hinzu kommt, dass mehr als ein Drittel aller Neuköllner überhaupt keinen Einfluss darauf haben, wer sie im Neukölln Rathaus vertritt: Ohne den Besitz einer EU-Staatsbürgerschaft ist man von Kommunalwahlen in Berlin ausgeschlossen.

Die Salaam-Schalom Initiative möchte hiermit (erneut) alle Frauen, ob mit oder ohne Kopfbedeckung, unterstützen: Kopftücher sind ebenso wie Hochsteckfrisuren, Kippot oder Hüte ein Teil Neuköllns. Wir repräsentieren diesen Bezirk und dieses Land, und fordern das Recht ein, diese Repräsentation auch (und gerade) in öffentlichen Ämtern wahrnehmen zu können.

Wir rufen auf zur Demonstration für ein inklusives Neukölln am 14. Juli um 18:00 vor dem Rathaus Neukölln.

Falls Ihr oder Eure Initiative, Gemeinde, Organisation, Verein die Demo unterstützen wollt, bitte meldet Euch bei den Organisatoren unter salaam.schalom.initiative@gmail.com.

Kopftuch, Hijab, Hüte und Kippot: Wir sind Neukölln

Seit Jahren wird Neukölln von Bezirksbürgermeistern repräsentiert, die aus ihrer Abneigung gegen das (muslimische) Kopftuch keinen Hehl machen – in einem Stadtteil, in dem eine große Anzahl muslimischer Frauen ein Kopftuch tragen.

Anstatt jedoch diese anti-pluralistische, diskriminierende und vorsintflutliche Praktik zu überdenken, lässt sich das Bezirksamt Neukölln in seiner Pressemitteilung zu der persönlichen Diffamierung einer jungen Muslimin herunter, die sich laut und deutlich zur Wehr setzt.

Die Salaam-Schalom Initiative möchte hiermit (erneut) alle Frauen, ob muslimisch oder jüdisch, ob mit oder ohne Kopfbedeckung, unterstützen: Kopftücher sind ebenso wie Hochsteckfrisuren ein Teil Neuköllns. Wir repräsentieren dieses Land, und fordern das Recht ein, diese Repräsentation auch (und gerade) in öffentlichen Ämtern wahrnehmen zu können. ‪

#‎Neukölln‬ ‪#‎Kopftuch‬ ‪#‎Bezirksamt #Repräsentation

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Salaam, Frau Giffey! Schalom, Bezirksbürgermeisterin!

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Am 15. April 2015 wird Franziska Giffey zur neuen Bezirksbürgermeisterin Neuköllns gewählt. Frau Giffey gehört der SPD-Fraktion an und folgt nicht nur formal, sondern auch ideologisch den Fußtapfen ihres Ziehvaters Heinz Buschkowsky: Sie kritisiert die vor kurzem (und viel zu spät) erfolgte Revision des „Kopftuchurteils“ durch das Bundesverfassungsgericht, und äußert sich „schockiert“ über muslimische Mädchen, die einen Hijab tragen. Weltanschauliche Neutralität ist für Frau Giffey weltanschauliche Homogenität.

Die Salaam-Shalom-Initiative widersetzt sich dieser vermeidlich „neutralen“ Politik: In Neukölln leben Muslime, Juden und diverse andere Religionsgemeinschaften, die ihre spezifischen religiösen Traditionen aufrechterhalten wollen – privat, öffentlich und selbstbewusst. Wir bestimmen selber was für uns Freiheit, Selbstbestimmung und Moral sind. Und wir haben das Recht, diese Bestimmung auch in Berufung auf unsere religiösen Traditionen zu unternehmen. Wir tragen einen Hijab, eine Kippa oder eine Kisui Rosh (die jüdische Kopfbedeckung für Frauen); wir beten in Moscheen und einer Synagoge, wir kaufen halal oder koscheres Fleisch; die Sprache unserer Herzen ist Türkisch, Arabisch, Persisch, Hebräisch und Deutsch; wir fasten an Ramadan und Jom Kippur; wir beschneiden unsere Söhne. Wir sind Neukölln.

Die Salaam-Shalom Initiative lädt ein zu einer Aktion vor dem Rathaus Neukölln, am 15.04.2015, um 17 Uhr.